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Mit einem friedlichen Spaziergang demonstrierten SP-Mitglieder der Bezirke Brugg, Laufenburg und Zurzach gegen Atommüll im Bözberg. Mit von der Partie waren die Nationalratskandidierenden Astrid Andermatt, Lengnau, Elisabeth Burgener, Gipf-Oberfrick, Dieter Egli, Windisch, sowie Cédric Wermuth, Baden.
Viele Mitglieder und Sympanthisierende trafen sich bei Oberbözberg, um zur Sennhütte zu spazieren. Dort angekommen, informierte Elisabeth Burgener, Präsidentin des Vereins "Kein Atom im Bözberg", über die aktuelle Situation: Der Bözberg ist einer von sechs Standorten, die das Bundesamt für Energie für ein mögliches Tiefenlager für radioaktive Abfälle vorgesehen hat. Momentan finden in unserer Region Gespräche im Rahmen des Sachplanverfahrens mit Gemeinden und Verbänden statt. Die SP betrachtet diese Gespräche als Pharse, da nichts Substanzielles entschieden werden kann. "Es ist einzigartig, dass bei einem solch weitreichenden Projekt die Bevölkerung vor Ort ihrer demokratischen Rechte beraubt wird", meinte Burgener dazu.
Anschliessend informierte Astrid Andermatt über die Aktivitäten beim weiteren geplanten Standort "Nördlich Lägern". Auch dort ist die Motivation für den Widerstand die Gleiche, wie Andermatt ausführte: "Entscheidend für den Standort soll die Sicherheit sein, nicht die Frage, wo es am wenigsten Widerstand gibt. Deshalb verlangen wir, dass man bei der Planung zurück auf Feld 1 geht und zusammen mit den Betroffenen plant."
Zum Schluss informierte Grossrat Dieter Egli über die Haltung des Aargaus zum Atomausstieg. Er mahnte an, dass der Atomausstieg noch nicht beschlossen sei und erkämpft werden müsse. Bürgerliche Kräfte im Kanton würden sich noch immer mit allen Mitteln gegen den Entscheid aus Bern stemmen. Egli: "Wir müssen nun auch zusammen mit der Wirtschaft aufzeigen, wie wir die Schweiz in Zukunft mit erneuerbaren Energien versorgen wollen." Dazu verwies er auf die Cleantech-Initiative der SP Schweiz, die demnächst eingereicht wird. |